Das ganzheitliche Hildegard-Fasten-Programm

Der ganzheitliche Leitfaden mit Dinkel, Kräutern und klösterlicher Ordnung

Hildegard von Bingen Fasten

Fasten nach Hildegard von Bingen ist nicht einfach „weniger essen“.
Es ist eine bewusste Zeit der Reinigung, der Neuordnung und der inneren Sammlung – getragen von Dinkel, Kräutern, einfachen Rezepten und der geistlichen Sicht Hildegards.

Diese Seite bietet Ihnen einen vollständigen Überblick über die wichtigsten Fastenformen nach Hildegard – orientiert an der Hildegard-Fachliteratur, insbesondere an Dr. Wighard Strehlow („Der Hildegard Fastenbegleiter“).


Inhaltsverzeichnis


1. Warum Fasten nach Hildegard?

Fasten ist bei Hildegard kein sportlicher Verzicht, sondern ein Weg zurück zur Ordnung.
Der Mensch soll leichter werden – nicht nur körperlich, sondern auch innerlich.

Viele Menschen nutzen Hildegard-Fasten, um:

  • Überfluss zu reduzieren
  • den Alltag zu entschleunigen
  • bewusster zu essen und zu leben
  • neue Klarheit zu gewinnen
  • Körper und Seele in Einklang zu bringen

Fasten ist in dieser Tradition immer auch ein geistliches Exerzitium:
weniger Außen – mehr Innen.


2. Die drei Fastenmethoden im Vergleich

Methode Dauer Charakter
Dinkelfasten (Basisdiät) 4–6 Wochen mild, alltagstauglich, ideal zum Einstieg
Dinkel-Reduktionskost bis zu 6 Monate Wechsel aus leichten Tagen und Dinkel-Tagen
Hildegard-Fasten (Flüssigphase) 8–10 Tage intensiv, stark reduzierend, klassisch begleitet

Die meisten beginnen mit der milden Dinkelkost – sie gilt als besonders harmonisch.


3. Anleitung: So funktionieren die drei Formen

A) Dinkelfasten (Basisdiät)

Die sanfteste Form.
Dinkel steht im Mittelpunkt, ergänzt durch Gemüse und Obst.

Typische Bestandteile:

  • Dinkelbrei (Habermus)
  • Fenchel, Karotten, Sellerie
  • Äpfel als klassisches Hildegard-Obst
  • Kräutertees zur Begleitung

Viele erleben diese Form als langfristige Umstellung – nicht als strenges Fasten.

B) Dinkel-Reduktionskost (sanfter Rhythmus)

Diese Methode arbeitet mit einem einfachen Wechsel:

  • Tag 1: leichte Hildegard-Mischkost
  • Tag 2: klassischer Dinkelbrot-Tag

Am Reduktionstag gehören traditionell dazu:

  • Dinkelbrot nach Bedarf
  • Fencheltee oder Dinkelkaffee
  • mittags ein leichter Salat mit Dinkelkörnern

Gerade bei Übergewicht wird diese Form häufig als praktikabel beschrieben.

C) Hildegard-Fasten (intensive Form)

Diese klassische Fastenwoche folgt einem klaren Ablauf:

Entlastungstage (ca. 3 Tage)

  • einfache Kost
  • kein Alkohol, kein schweres Essen
  • viel Ruhe

Fastenphase (6–10 Tage)

  • 2–3 Liter täglich
  • Fencheltee, Kräutertees, Brühen
  • mittags eine milde Dinkel-Fastenbrühe
  • abends Tee mit etwas verdünntem Apfelsaft

Fastenbrechen

Traditionell mit einem gebratenen Apfel (Honig, Zimt).
Langsam essen, bewusst kauen – der Übergang zählt.


4. Viriditas: Die Lebenskräfte nach Hildegard

Ein Schlüsselbegriff Hildegards ist Viriditas – die Grünkraft, die Lebenskraft.

Fasten bedeutet in diesem Verständnis:

  • Belastendes loslassen
  • Lebenskräfte neu ordnen
  • innerlich „durchlüften“

Hildegard beschreibt Tugenden und innere Haltungen als Teil der Heilordnung:

  • Geduld statt Zorn
  • Hoffnung statt Verzweiflung
  • Maß statt Maßlosigkeit

Viele Menschen empfinden Fastenzeiten deshalb auch als seelisch klärend.


5. Die Fastenapotheke: Bewährte Begleiter

In der Hildegard-Tradition werden Fastenzeiten oft begleitet durch einfache Hilfsmittel:

  • Fencheltee als klassischer Fastentee
  • Ingwerkekse am Morgen als milder Impuls
  • Galgant als bekannte Hildegard-Gewürzpflanze
  • Bertram zur Würzung einfacher Speisen
  • Wärmeanwendungen wie Leberwickel als Ruhe-Ritual

6. Original Hildegard-Fastenrezepte

Habermus (Frühstück)

Dinkelflocken in Wasser kochen, mit:

  • Zimt
  • Bertram
  • Galgant
  • etwas Honig

und Apfelstücken verfeinern.

Dinkel-Fastensuppe (Mittag)

Fenchel, Karotten, Sellerie weich kochen, pürieren,
etwas Dinkelgrieß einrühren und mild würzen.


7. Hinweise zur Durchführung

Fasten ist eine deutliche Umstellung.
Viele wählen bewusst die milde Dinkelkost, wenn sie mehr Stabilität brauchen.

Wichtig während der Fastenzeit:

  • ausreichend Schlaf
  • frische Luft und Bewegung
  • Ruhe statt Leistungsdruck
  • bewusster Tagesrhythmus

FAQ: Häufige Fragen zum Hildegard-Fasten

Wie lange dauert Hildegard-Fasten?

Die klassische intensive Form dauert meist 8–10 Tage, milde Dinkelkost kann mehrere Wochen erfolgen.

Was darf man während des Fastens trinken?

Üblich sind:

  • Wasser
  • Fencheltee
  • Kräutertees
  • milde Brühen
  • verdünnter Apfelsaft am Abend

Ist Dinkelfasten auch für Einsteiger geeignet?

Ja, die Basisdiät gilt als der sanfteste Einstieg in die Hildegard-Ernährung.

Was ist das wichtigste Rezept?

Das bekannteste Frühstück ist das Habermus – ein Dinkelbrei mit Apfel und Gewürzen.

Welche Hildegard-Produkte begleiten die Fastenzeit traditionell?

Fenchel, Galgant, Bertram und Ingwer gehören zu den klassischen Begleitern.

Sämtliche Empfehlungen dieser Seite stützen sich auf das Expertenwissen von Dr. Wighard Strehlow, der als führende Kapazität auf dem Gebiet der Hildegard-Heilkunde gilt, und seinem wegweisenden Fachbuch „Der Hildegard Fastenbegleiter“.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht den ärztlichen Rat. Bitte konsultieren Sie bei Vorerkrankungen vorab einen Arzt oder Heilpraktiker.